Can Marcel Izgi (Bodenseeplanetarium und Sternwarte), Martin Engelhart und David Bruder (Museum Rosenegg), Christian Hunziker (Seemuseum) und Stadtrat Daniel Moos stossen auf die gewonnene Abstimmung an.⋌ Kurt Peter
30.09.2026 07:55
Stimmberechtigte sparen bei der Kultur nicht
Die Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger stärken den Museen den Rücken - Beitragserhöhung klar bewilligt
Mit knapp 71 Prozent genehmigten die Kreuzlinger Stimmberechtigten das neue Museumskonzept. Entsprechend gross war die Freude bei den Verantwortlichen.
Kreuzlingen Der Einsatz hat sich gelohnt: Am Sonntagnachmittag konnten die Verantwortlichen des Museums Rosenegg, des Seemuseums und des Planetariums mit Sternwarte mit dem zuständigen Stadtrat Daniel Moos auf eine mit 2873 Ja- gegen 1187 Nein-Stimmen klar gewonnene Abstimmung anstossen. Das neue Museumskonzept, welches die Erhöhung der jährlichen Beiträge an die drei Häuser von derzeit 380'000 Franken auf neu 600'000 Franken für die kommenden zehn Jahre vorsieht, wurde von den Stimmberechtigten mit fast 71 Prozent angenommen. Auch bei dieser Abstimmung lag die Stimmbeteiligung bei 49,42 Prozent.
Weiterentwicklung ermöglicht
Obwohl im Vorfeld der Abstimmung kaum Opposition gegen das Museumskonzept auszumachen war, zeigten sich Can Marcel Izgi vom Planetarium, Martin Engelhart und David Bruder vom Museum Rosenegg und Christian Hunziker vom Seemuseum erleichtert. «In Zeiten, in denen gerade bei der Kultur gespart wird, freuen wir uns riesig über das Resultat», erklärte Christian Hunziker. Er sah zugleich die Anerkennung der geleisteten Arbeit der drei Häuser. Für «Wertschätzung und Anerkennung» zeigte sich auch Martin Engelhart dankbar. Die jahrelange Arbeit am neuen Museumskonzept einerseits und die Angebote der drei Häuser «vom See bis ins Weltall» seien mit dem Abstimmungsresultat belohnt worden, sagte Can Marcel Izgi. Und der Auftrag des Konzepts werde ernst genommen und umgesetzt.
«Alle drei Häuser entwickeln sich weiter, sind parteiübergreifend verankert und fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt», zeigte sich David Bruder überzeugt. «Ich freue mich sehr über die klare Zustimmung der Kreuzlinger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zum Museumskonzept», nahm Stadtrat Daniel Moos Stellung. Mit diesem Entscheid werde die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung des Seemuseums, des Museums Rosenegg sowie des Bodensee Planetariums und der Sternwarte ermöglicht. Gleichzeitig stärke die Bevölkerung damit wichtige Bildungsorte, das kulturelle Erbe und die Attraktivität des Standorts Kreuzlingen für die kommenden Jahre. «Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Freiwilligen, die mit ihrem ausserordentlichen Engagement Jahr für Jahr einen unverzichtbaren Beitrag zum Erfolg dieser Institutionen leisten». Das Abstimmungsresultat sei auch eine Anerkennung ihrer wertvollen Arbeit für Bildung, Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt, so Daniel Moos.
Das Pro Komitee «Ein Ja für unsere Kreuzlinger Museen» bedankt sich bei der Kreuzlinger Stimmbevölkerung herzlicht für das klare Ja bedanken. «Das deutliche Stimmresultat mit 70,76 Prozent Ja motiviert unsere Mitarbeitenden im Ehrenamt, die Museumsleitungen und die Stiftungen noch zusätzlich. Für unsere Museen und ihre Teams ist es eine spürbare Wertschätzung ihrer täglichen Arbeit», schreibt das Komitee. Dieser grosse Zuspruch sei auch ein Zeichen des Vertrauens in zukünftige Projekte. Die Ziele blieben dabei unverändert: Kulturgut bewahren, Vermittlung für die Zukunft, gesellschaftliches Engagement fördern und über die Grenzen hinaus strahlen. «Wir freuen uns sehr, mit diesem bestätigten starken Fundament weiterzuarbeiten und die Planung in Angriff zu nehmen. Vor allem freuen wir uns auf Ihren nächsten Besuch in unseren Häusern. Lassen Sie sich immer wieder überraschen», heisst es in der Mitteilung.
Von Kurt Peter