Verabschiedung Urnenoffiziantin Marianne Dasch. Übergabe Präsent durch den Präsidenten Beat Krähenmann. zVg
03.12.2025 08:10
Sozialprojekt dieses mal für Togo
Stabile Finanzen und neue Impulse für die Kirchgemeinde Kreuzlingen
Die Kirchgemeindeversammlung der katholischen Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen bot einen Überblick über das Budget 2026, die neue Führungsorganisation, spannende Projekte und Entwicklungen auf den Friedhöfen. Zudem wurden personelle Veränderungen und Jubiläen gewürdigt. Das Budget sieht einen Gewinn von 28'745 Franken vor.
Kreuzlingen Nach einem gemütlichen Nachtessen eröffnete der Präsident Beat Krähenmann die Versammlung. Das Budget sieht einen Aufwand von CHF 4,287 Millionen Franken und einen Ertrag von 4,315 Franken vor, was einen Gewinn von 28'000 Franken bedeutet. Der Finanzplan für die nächsten fünf Jahre ist stabil – eine Steuererhöhung ist nicht vorgesehen, sofern keine grossen unvorhergesehenen Veränderungen eintreten. Das Budget und der gleichbleibende Steuerfuss wurden einstimmig genehmigt.
Soziales Engagement
Pfarrer Edwin Stier stellte das neue Sozialprojekt vor: «Ein Schultraum wird Wirklichkeit» – gemeinsam mit dem Verein Des Sourires pour le Togo unterstützt die Kirchgemeinde den Bau einer Grundschule im abgelegenen Dorf Kombiabagou im Norden Togos. Die Schule wird 168 Kindern einen sicheren Ort zum Lernen bieten und ihnen die Chance auf eine bessere Zukunft eröffnen. Das Spendenziel liegt bei 70'000 Franken. Schon kleine Beiträge können Grosses bewirken – damit lassen sich beispielsweise Schulmaterial, Schulbänke oder Lehrergehälter finanzieren. «Dieses gemeinsame Engagement stärkt nicht nur die Kinder in Togo, sondern auch unsere Gemeinschaft – ein gelebtes Zeichen christlicher Nächstenliebe», betonte Stier.
Pfarrer Erwin Stier stellte auch das neue Jahresprogramm vor. Dieses umfasst zahlreiche Highlights und Veranstaltungen. Besonders wichtig war ihm die Einführung klarer und verlässlicher Gottesdienstzeiten: «Die Menschen sollen wissen, dass es immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort stattfindet.»
Neue Führungsorganisation
Beat Krähenmann informierte über die neue Führungsstruktur: Künftig wird eine Co-Leitung den Pastoralraum führen – fachlich durch Pfarrer Edwin Stier, organisatorisch durch Simon Tobler. Beat Krähenmann gab zudem einen Ausblick auf die Wahlen im kommenden Jahr. Er zeigte sich erfreut, dass viele bisherige Mitglieder erneut kandidieren und neue Personen gewonnen werden konnten. Besonders erfreulich: Nora Ahlburg hat ihre Bereitschaft erklärt, als Nachfolgerin von Beat Krähenmann für das Präsidium zu kandidieren. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung des starken Fundaments aus engagierten Mitarbeitenden und Freiwilligen, das weiter gepflegt und ausgebaut werden soll. Sie hoffe auch, dass sie eine würdige Nachfolgerin von Beat Krähenmann werden würde.
Neuerungen auf den Friedhöfen
Auch die Friedhöfe der Kirchgemeinde entwickeln sich weiter: Einige Umbauten sind bereits abgeschlossen, andere folgen im Frühjahr. Neu entstehen Grabfelder und Bestattungsformen, die in Kreuzlingen einzigartig sind. Dazu gehören ein Baumgrab auf dem Friedhof St. Ulrich, das einem Friedwald ähnelt, sowie Gemeinschaftsgräber mit individuellen Grabzeichen. Zudem wird es künftig Familiengräber auf dem Friedhof Bernrain geben.
Die Energie Kreuzlingen hat die Aussenbeleuchtung der Kirchen aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Die Kirchgemeinde reagierte kurzfristig und installierte eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung an der Basilika St. Ulrich und der Stefanskirche.
Langjährige Treue
Zum Schluss würdigte Beat Krähenmann die aussergewöhnliche Beständigkeit im Team: Zusammengerechnet arbeiten alle Mitarbeitenden seit 211 Jahren in der Kirchgemeinde. Erfreulich ist, dass in diesem Jahr sechs Jubiläen gefeiert werden konnten – ein Zeichen dafür, dass sich die Mitarbeitenden wohlfühlen und der Kirchgemeinde über Jahre treu bleiben. Darüber hinaus verabschiedete Beat Krähenmann Marianne Dasch aus dem Wahlbüro. Sie war nicht nur Urnenoffiziantin, sondern auch ein aktives Chormitglied und engagiert in der Besuchergruppe. Für ihren langjährigen Einsatz sprach er ihr im Namen der Gemeinde ein Dankeschön aus.
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